Heimwehküche

Essen kann mich innerhalb von Sekunden in eine andere Zeit oder an einen anderen Ort beamen. Gerüche funktionieren manchmal auch so. Ich esse etwas oder ein ganz bestimmter Geruch fliegt an meiner Nase vorbei und zack bin ich im Jahr 1982. Meine Oma jagt ein verirrtes Huhn aus ihrer Küche und schneidet warmes duftendes Deeschert auf, so dass die dicke Kruste kracht. Es ist nicht mal so, dass ich als Kind dieses Kartoffelbrot meiner Oma aus dem Rheinland besonders gerne gegessen hätte. Ich fand, dass es gar nicht wie normales Brot schmeckte und das war damals ein ausreichender Grund für verhaltene Begeisterung.

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Schwierige Situationen

Also für mich wäre das ja nix. Ich würde es schlicht nicht tun. Zu viel Schiss. Plötzlich zu viel Spucke im Mund, unsichere Knie und Gedankenkreisel im Kopf. Höhe kann ich nicht so wirklich gut.* Aber was wäre, wenn ich wirklich müsste? Weil die Alternative noch viel schlimmer ist als ein bisschen zu viel Speichel?
Menschen gehen unterschiedlich mit ihrer Angst um und dann auch wieder ganz ähnlich. Was genau ist eigentlich der Punkt, an dem manche ihre Angst überwinden und andere sich trauen, sich nicht zu trauen?
Maximilien Van Aertryck und Axel Danielson haben die Momente zwischen Mut, Angst und Entscheidung eingefangen in einer Art psychologischer Versuchsanordnung, die jeder sofort versteht: Ein Zehn-Meter-Turm im Hallenbad im Tageslicht, eine Kamera und Menschen, die die Leiter hinauf geklettert sind.

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Blumenkohl

Blumenkohl kenne ich, esse ich so mittelgerne. Kann man tun, tut nicht weiter weh, kann man aber auch ganz gut lassen. So, dachte ich jedenfalls. Jetzt sind mir ja für das Neue Jahr irgendwie nicht so recht gute Vorsätze eingefallen, das Allermeiste braucht in meinem Leben gerade keine Neu-Ausrichtung. Irgendwann ist mir dann aber doch noch was eingefallen, was ich ein bisschen aufbessern könnte. Wieder abwechslungsreicher, gesünder, mehr Vitamine, mehr Nährstoffe, vor allem aber leckerer essen. Nicht immer die ewig gleichen Gerichte kochen, die es hier mangels weiteren Nachdenkens oft gibt.

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Schmidt und Schmidtchen

Schmidt und Schmidtchen klingt genau nach der Sorte Ironie, die Friseure in Szenevierteln entwickeln, wenn sie einen Namen für Ihren Haar- Schrägstrich Tattoo-Laden suchen. Und das Haupthaus an der Großen Elbstraße in St. Pauli mag mit seinem Industrie-Schick auch so sein. Aber Schmidt und Schmidtchen ist eben nicht nur ein Szene-Laden, sondern auch eine kleine feine Hamburger Kette, die Cafés in so unterschiedlichen Stadtteilen wie dem eher nüchternen Barmbek, dem schrillen St. Pauli und – nicht zuletzt – dem feinen Othmarschen unterhält. Wie das funktionieren kann, fragen Sie sich? Mit sanfter Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten ohne das eigene Gesicht zu leugnen. Und das trägt maritime Erkennungsmerkmale. Ein Anker auf den süßen Keksen, eine Tarte kann schon mal Leichtes Mädchen heißen oder Ida Wölkchen.

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Der Gott des Gemüses

… und ich

Feinkost – À la table du chef

Gut möglich, dass ich, äh, jetzt in diesem Alter bin. Neulich habe ich mich doch dabei ertappt stundenlang (na gut, ich übertreibe ein wenig, das gehört als bloggender Schreiberling zum guten Ton) eine Kochsendung zu schauen. Nicht irgendeine Kochsendung, sondern die Netflix Serie Chef’s Table Frankreich. In jeder Folge wird ein berühmter Chefkoch vorgestellt, jemand der ein bis drei Michelin Sterne und allerlei ähnliche Auszeichnungen in seinem beruflichen Leben errungen hat. Errungen trifft es wohl ganz gut, nehme ich an, bedeuten all diese kulinarischen Preise in der Regel doch harte Arbeit, lange, lange Arbeitstage im Stehen verbracht, in der Hitze eines Ofens oder der Kälte des Kühlraums. Es bedeutet, viele, wahnwitzig viele Arbeitsschritte in ein Minigericht zu investieren und exakt so für jeden Gast und jeden neuen Teller zu wiederholen.

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Klein und Kaiserlich

Es fügt sich alles zu einem Bild. Im Zug lächelt mir Josefine Preuß als eleganter Gast des Hotels Sacher der Jahrhundertwende entgegen. Österreich, das König- und Kaiserreich im Bahnmagazin. Erst gestern war ich in einem kleinen Café,

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Elphie

Schon seit längerem haben wir unser neues Konzerthaus im Blick. Ab heute Abend wird es auch in aller Ohren sein. Schauen Sie Sich bei Kiki mal an, wie der städtische Neuzugang aufgenommen wird. Reinhören und reinschauen ins Eröffnungs-Konzert können Sie natürlich auch, heute Abend ab 18 Uhr.

Feinkost

Waren Sie schon mal in einem Restaurant, das nicht nur mit weißen Tischdecken, mehreren Gängen und kleinen Häppchen zwischendurch aufwartet, sondern auch mit einem oder mehreren Michelin-Sternen? Und? Wie fanden Sie’s? Ich habe es gelegentlich ausprobiert und mir dabei ein kleines Luxusproblem angeschafft. Weiterlesen

Fast wie ein Wohnzimmer – die LBar

Manchmal brauche ich eine kleine Auszeit von meinem Büro. Eigentlich arbeite ich da ganz gerne, ich mag den Ausblick, die Stille (meistens) und den Nachschub an Kaffee und Pfefferminztee finde ich auch ganz okay. Trotzdem kommt der Moment, an dem mir nix mehr einfällt, ich anfange im Netz zu daddeln und Arbeit mehr spiele als tue. Paradoxerweise hilft dann ein Umzug unter Menschen. Sicher, es muss die richtige Umgebung sein, die richtigen Menschen, sonst hätte ich ja von Anfang an im Großraumbüro sitzen können.

So ein Ort ist die LBar des Gastwerks in Bahrenfeld. Sie haben alles, Weiterlesen

Ein fröhliches Neues Jahr!

Haben Sie gute Vorsätze fürs Neue Jahr? Jedes Jahr aufs Neue bin ich mir mit mir nicht so recht einig, ob ich welche haben sollte. Wenn man erst einmal anfängt, fallen einem entweder viel zu viele (mehr Sport, gesünder essen, denken Sie die Liste weiter) oder eben gar keine ein. Jedenfalls keine Vorsätze, die wirklich wichtig und groß sind. Aber Pläne, doch Pläne scheinen mir ganz angemessen für das Jahr 2017. Es wird toll werden, da bin ich mir sicher.

Zuallererst hier im Mathilde MAG.
Es wird wieder mehr und regelmäßiger neue Artikel geben. (Der letzte Artikel ist vom 20. Dezember, in Worten: vom zwanzigsten! Asche über mein Haupt. So kann das wirklich nicht bleiben.) Deshalb an dieser Stelle ein kleines Interview mit mir selbst. Weiterlesen

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